HHF F 55 PP "Spedition Schmidt"

Art.-Nr. 37...

HHF F 55 PP "Schenker"

Art.-Nr. 37...

L 28 1,5-Tonner

Art.-Nr. 37...

Modellprogramm

Lastkraftwagen

Hanomag

Hanomag (Hannoversche Maschinenbau AG) zählt zu den großen Traditions-Unternehmen der deutschen Industriegeschichte. Im Jahr 1871 gegründet fertigte das Unternehmen Dampfanlagen, Lokomotiven, Lastwagen, Ackerschlepper, Personenwagen und Baumaschinen. In der höchst wechselvollen Geschichte gab es viele Veränderungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Bau Personenwagen nicht mehr fortgesetzt. Bei den Straßenfahrzeugen konzentrierte man sich auf leichte Nutzfahrzeuge.

Hanomag L 28 (1950-60)

Mit dem Typ L 28 trat Hanomag 1951 wieder auf die Bühne der Lastwagen-Hersteller. Zuvor gab es zwar schon einige Nachbauten nach Vorkriegs-Zugmaschinen, aber erst der neue L 28 brachte den Durchbruch. Das neue Modell war der erste deutsche Leichtlaster, der mit modischer Alligatorhaube den Stil der 50er Jahre in die deutsche Nutzfahrzeug-Welt brachte. Die traditionelle Bauform mit langem schmalen Vorbau und freistehenden Kotflügeln, bei schweren Lkw noch bis Anfang der 60er Jahre zu finden, hatte ausgedient. In technischer Hinsicht unterschied der Diesel-Motor den neuen Hanomag vom seinem Hauptkonkurrenten, den Opel-Blitz, der ein Jahr später in sehr ähnlicher Baulinie erschien. Die L28-Reihe deckte die Nutzlastklasse von 1,5 bis 3 t ab. Unser Modell ist der leichte 1,5-Tonner mit geteilter Frontscheibe aus der Zeit von 1950-57.

Hanomag F-Reihe (1967-74)

Was lange währt, wird endlich gut!

Zumindest gilt dies für die BREKINA-Modelle der Hanomag-F-Laster, die schon vor 25 Jahren angekündigt nun doch noch erschienen sind. Seit Mitte 2008 gibt es sie nun als Zugmaschine (Bauart Enser) und Lastwagen.

 

Zu den Vorbildern:
Im April 1967 präsentierte das inzwischen zum Rheinstahl-Firmenverbund zählende Hanomag-Werk die dritte Generation von Leicht-Lastwagen, die sogenannte F-Reihe. Das F stand für Frontlenker, obgleich es sich eher um eine Kurzhauben-Version handelte - so wie auch ganz aktuell moderne Transporter und Leichtlaster in der Gesamtgewichtsklasse bis 7,5 Tonnen gehalten sind. Das zeitlos elegante Design ohne modische Schnörkel geht auf Entwürfe des französischstämmigen Designers Louis Lepoix zurück, der für viele Nutzfahrzeug-Hersteller tätig war.

 

1952 hatte Hanomag mit dem L28 den ersten 1,5-Tonnen-Laster in der damals modischen Alligator-Bauform vorgestellt, der in den folgenden Jahren in mehreren Stufen aufgelastet wurde. Ende der 50er Jahre folgten dann moderne rundliche Frontlenker-Fahrerhäuser, die nun als Modellnamen alte Traditionsbegriffe der Marke trugen: "Kurier", "Garant" und "Markant". Das etwas hausbacken wirkende Design wurde mit der komplett neu entwickelten Baureihe von 1967 abgelöst. Diese war nun konsequent als Baukastensystem aufgebaut; sie umfasste die Typen F45, F55, F65 und F75. Alle hatten neu entwickelte Wirbelkammer-Vierzylinder-Dieselmotoren. Darüber rangierten die Typen F66 und F76 mit Sechszylinder-Motoren. 1968 debütierte der F85, dessen Typbezeichnung - wie bei allen anderen Modellen auch - auf die Gesamtgewichtsklasse hinwies (hier also 8,5 Tonnen). Ab 1970 gab es noch einen F86 mit 115 PS. Die Nutzlasten reichten damit von 2,1 bis 5,3 Tonnen; angeboten wurden verschiedene Aufbauten - neben Pritschenwagen Doppelkabinen, Koffer, Kasten usw. Auf Kundenwunsch gab es allerlei individuelle Sonderaufbauten. Eine Sonderrolle nehmen die von der Firma Enser, Fürth, umgerüsteten Zugmaschinen ein. Enser hatte schon bei den vorangehenden Modellreihen entsprechende Umbauten erstellt. 

Im Jahr 1968 erfolgte die Fusion von Hanomag mit Henschel zur Hanomag-Henschel-Fahrzeugwerke GmbH (HHF). Nun konnte die Unternehmensgruppe ein eng gestaffeltes, lückenloses Programm von Nutzfahrzeugen aller Gewichtsklassen anbieten. Eine vergleichbare Breite und Vielfalt hatte damals kein anderer Hersteller zu bieten.

Nach der Fusion von 1970 - Daimler-Benz hatte nun alle Geschäftsanteile übernommen - gab es bald Änderungen. Die bisher wenig erfolgreichen Hanomag-Kastenwagen wurden durch vergleichbare Modelle der sogenannten Düsseldorfer Lkw ersetzt, wobei man sich auf den Austausch der Kühlerblende beschränkte. Technisch waren diese Fahrzeuge durch und durch Mercedes und versehen mit einer Hanomag-Frontblende.

 
Da sich das Angebot von HHF und Mercedes-Benz weitgehend überschnitt, war es naheliegend, dass die neuen Herren eine Bereinigung vornehmen würden. Auch wenn es anfänglich gegenteilige Beteuerungen gab, HHF musste weichen. Einige wenige Modelle blieben noch bis 1974 im Angebot. Zumindest die Fahrerhäuser der Hanomag F-Reihe überlebten noch einige Zeit. Sie wurden von den Grazer Steyr-Werken für Fahrzeuge der 5- und 6-Tonnen-Nutzlastklasse verwendet.

 

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Die aktuell werkseitig lieferbaren Modelle sind in der Modellliste einzusehen.