R 4

Art.-Nr. 145..

R 12

Art. Nr. 145...

R 12

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R 12

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Modellprogramm

Personenwagen

Renault 4 Fourgonnette (1962-88)

Gut zehn Jahre nach der legendären Citroen "Ente" brachte der Wettbewerber Renault 1961 ein moderneres, vom Konzept aber ähnliches Einfachst-Auto auf den Markt. Wir sprechen vom Typ R4, der ausgerüstet mit Vierzylindermotor und klassischer Heckklappen-Karosserie ein Stück seriöser auftrat, als sein Vorbild 2 CV.

Die Bezeichnung R4 orientierte sich an der französischen Steuerklasse von 4 CV. Der anfängliche 0,7 Liter Hubraum-Motor war ein alter Bekannter aus dem Renault-Programm und arbeitete hier erstmals mit Frontantrieb, ein Prinzip das damals seinen Siegeszug durch die Automobiltechnik antrat.  

Auch ein R4-Lieferwagen durfte nicht fehlen, er erschien ein Jahr später als "Fourgonnette". Der angesetzte Koffer bot 2,3 qm Volumen und 400 kg Zuladung.

Wie üblich unterzog man den R4 in seiner über 30-jährigen Karriere einer laufenden Modellpflege. Unser Modell entspricht der Ursprungsversion mit dünner Stoßstange, und einer vorn etwas "unaufgeräumt" wirkenden Frontpartie, der man tatsächlich unter die Haube schauen konnte. Aber es ging nicht um Schönheit, nur praktisch sollte es sein. Später änderte sich das, die Baureihe wurde gefälliger, bekam stärkere Motoren usw. Ausführlich berichten wir über den R4F im Autoheft 2014.

RENAULT 12 (1969-1980)

Die Marke Renault zählt zu den ganz Großen im weltweiten Automobilgeschäft und ist zugleich in Deutschland der bedeutendste Importeur von Kraftfahrzeugen. Diese starke Position hat sich das Unternehmen in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erarbeitet. Moderne Klein- und Mittelkassemodelle begründeten den Erfolg der Marke.

In den 50er und 60er Jahren war Renault der Spezialist für Heckmotor-Kleinwagen wie 4 CV, Dauphine, R 8 und R 10. Einen ganz anderen Weg beschritt man 1961 mit der Vorstellung des R 4, eines Frontantrieb-Kleinwagens in einfacher Machart, ganz offensichtlich die Antwort auf den erfolgreichen Citroën 2 CV.
Dem R 4 folgte 1965 der R 16, eine markant gestylte Heckklappen-Limousine, die frischen Wind in den Markt brachte und von Anfang an ein Erfolg war. Nun fehlte nur noch ein Ersatz für die betagten Hecktriebler. Die Renault-Entwickler gingen dabei von einer eher traditionell denkenden Käuferschaft aus. Der Wagen sollte über ein klassisches Stufenheck verfügen und somit zugleich Interessenten ansprechen, denen das moderne R 16-Konzept noch nicht geheuer war. Schließlich sollte er auch noch in verschiedenen Ländern bei Tochter-Unternehmen oder als Lizenz-Produkt laufen, wo jeweils ein solides, modernes Mittelklassefahrzeug gesucht wurde. Ein schwieriger Spagat, der aber meisterlich gelang.
Die Erstpräsentation des neuen Modells erfolgte im Sommer 1969 in Rumänien. Die dortige Firma  UAP (Uzina de Autoturisme Pitesti) zeigte stolz -noch vor der französischen Vorstellung- den Dacia 1300. Erst einige Zeit später erschien der absolut baugleiche R 12 als viertürige Stufenheck-Limousine auf dem Pariser Salon im Oktober 1969.
Die nach hinten ansteigende Dachlinie mit markantem Absatz und abfallender Heckpartie wirkte sehr eigenwillig und war unverwechselbar. Unter der Haube beider Modelle arbeitete ein 1,3 Liter-Vierzylinder mit 54 PS, abgeleitet aus dem R8/10.
Konstruktiv war der R 12 eine eigenständige Entwicklung, keine vom großen Bruder R 16 abgeleitete Plattform. Der Motor saß längs vor der Vorderachse, hinten gab es eine einfache Starrachse mit Schraubenfedern, statt der Torsionsstabfederung des R 16. Der vergleichsweise kurze Radstand (244 cm bei einer Gesamtlänge von 434 cm) ergab einen langen vorderen Überhang. Das schräg abfallende Heck beschränkte den Gepäckraum auf knappe 360 Liter. Neben der viertürigen Limousine folgte im Herbst 1970 der fünftürige Kombi "variable". Die Tradition der sportlichen Gordini-Modelle setzte auch der R 12 fort. Amédée Gordini hatte schon die Heckmotor-Modelle der Marke frisiert. Im Sommer 1970 erschien das Sportmodell R 12 Gordini, ausgerüstet mit dem 1,6 Liter-Motor des R 16 TS, hier auf 113 PS gesteigert und 185 km/h schnell.
Mit dem R 12 eng verwandt waren die Sportwagen R 15 und R 17, die 1971 debütierten. Sie hatten völlig eigenständige Karosserien und waren quasi die Renault-Antwort auf Ford Capri und Opel Manta. Im Herbst 1975 erschien die zweite, aufgefrischte Serie des R 12, die sich durch eine modifizierte Front- und Heckpartie unterschied. Unverändert blieb der bewährte 1,3 Liter-Motor die Basis der Motorisierung, den es in drei Leistungsstufen gab:  50, 54 und 60 PS. Für die westeuropäischen Märkte folgte 1976 der R 14 bzw. 1980 der größere R 18 als Nachfolger.
Gebaut und montiert wurde der R 12 weltweit, zum Teil mehr oder weniger modifiziert. Diese Fertigungen außerhalb Frankreichs liefen noch viele Jahre weiter.

Die Renault-Modelle werden unter der Artikel-Gruppe 145.. geführt.
Die aktuell werkseitig lieferbaren Modelle sind in der Modellliste einzusehen.