NE 81 Privatbahntriebwagen " DB", DC, TD

Art. Nr. 64302

NE 81 Privatbahntriebwagen "DB", AC, TD

Art. Nr. 64322

Modellprogramm

Schienenfahrzeuge

NE 81 Privatbahntriebwagen (1981-1995) DC/AC

NE 81 ist die Kurzbezeichnung für einen Privatbahn-Dieseltriebwagen mit Drehgestellen, der speziell für den Bedarf der Nichtbundeseigenen Eisenbahnen entwickelt wurde und dessen erstes Exemplar 1981 ausgeliefert wurde. Nach 30-jähriger Pause gab es mit den NE 81 wieder ein neues vierachsiges Universalfahrzeug, speziell ausgerichtet auf den Bedarf der Privatbahnen - besser gesagt, der nicht bundeseigenen Bahnen, denn privat sind die natürlich nicht, sondern stehen im Eigentum der Gebietskörperschaften, z.B. der Bundesländer.

Beim Privatbahnbetrieb gibt es gegenüber dem regulären DB-Verkehr andere Anforderungen. Die Fahrzeuge werden universeller eingesetzt, dienen vorrangig dem Personenverkehr und bisweilen auch als Schlepptriebwagen für Güterzüge - ganz nach Bedarf.
Die ebenfalls im BREKINA-Programm geführten Esslinger Triebwagen (Bauzeit 1951-59) entsprachen dieser Bauart. Nach über 20-jähriger Fertigungs-Pause debütierten die NE 81, die als Nachfolge-Generation gelten. Gebaut wurden die neuen Fahrzeuge von der Waggon Union in Berlin (heute Bombardier). Die Hauptmaße der NE 81 stimmen fast mit den Esslingern überein. Das Gewicht blieb mit 39 t praktisch unverändert.

Zwar hatte auch die DB in den 70er Jahren schon neue vierachsige Triebwagen (Baureihe 627 und 628) ähnlicher Bauart entwickelt, deren technische Eignung für den Universalbetrieb der Privatbahnen mit Güterverkehr aber war nicht gegeben. Also begann man mit einer Neuentwicklung.

Aus Kostengründen wurden viele Großserienteile aus dem Omnibusbau verwendet, mit dem die Waggon Union Erfahrung hatte, sie baute damals die Berliner Doppeldecker-Busse. Als Antriebsaggregat dienten zwei wassergekühlte 6-Zylinder-Nutzfahrzeugdiesel des MAN-Typs 2566 MTUE mit je 199/201 kW Leistung. Die Fahrzeuge waren mit klassischen Puffern und Zughaken ausgerüstet und konnten in Mehrfachtraktion gesteuert werden. Höchstgeschwindigkeit 120 km/h.

Das erste Baulos umfasste 12 Fahrzeuge, von denen 11 Triebwagen waren. Die Erstkäufer waren die SWEG (Südwestdeutsche Verkehrs AG), die WN (Württembergische Nebenbahn AG, später WEG), die KVG (Kahlgrund Verkehrs GmbH) und die RBG (Regental Betriebs GmbH).

Das zweite Los von 1985 entsprach weitgehend dem Ersten. Dieses Mal erhielt die SWEG 2 Trieb- und 5 Steuerwagen - sowie zusätzlich 3 Beiwagen. Die RBG bekam 1 Trieb- und 2 Steuerwagen, die KVG 2 Steuerwagen. Insgesamt handelte es sich um 27 Fahrzeuge.

Erst acht Jahre später gab es wieder Bedarf an NE 81-Triebwagen. Für diese dritte Serie wurde die Bautechnik allerdings geändert: Leistungsstärkere Motoren, eine geänderte Innenausstattung, abgetrennte Führerstände und eine deutlich modifizierte Frontpartie bildeten den Unterschied. Mit der dritten Serie 1993 und einer weiteren vierten Serie 1994/95 kam die NE 81-Auslieferung nach insgesamt 43 Fahrzeugen zum Abschluss. Die Nachfolge traten die modernen Regio Shuttle an, die einem ganz anderen Konstruktionskonzept folgen.

In 2006 übernahm die DB 3 ehemalige KVG-Fahrzeuge für ihre Westfranken-Bahn, gab ihnen einen DB-Anstrich und reihte sie in ihr System als VT626 ein.

Das Modell wird für den Gleichstrombetrieb (DC) und den Wechselstrombetrieb (AC) geliefert.


 

Die aktuell werkseitig lieferbaren Modelle sind in der Modellliste unter Art.-Nr. 642.... einzusehen.