Draisine Klv 20

Herstellerhinweise zum Art. 63030 und 63031:

Volkswagen-Draisine Klv 20

Art. 63031, Draisine Klv 20 mit elektrischem Antrieb "Beilhack"

Stand April 2009

Herstellerhinweis

Prospekt "Messe 2009" (Februar 2009) wurde für den Artikel 63031 irrtümlicherweise das NEM-Symbol für die Schnittstelle 652 (H0-Decoder) abgebildet. Das Modell verfügt aber über eine Schnittstelle mit Lötpunkten (also keine Steckverbindung!) für Decoder 651 (sechspolig). Das Einlöten der Decoder setzt handwerkliches Geschick voraus und sollte nur von erfahrenen Bastlern vorgenommen werden. Für dieses Modell gilt die Gebrauchsanleitung gemäß Stand März 2008.

Art. 63030 ff,  Draisine Klv 20 mit elektrischem Antrieb

Stand März 2008

Gebrauchsanleitung 

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

wir gratulieren Ihnen zum Kauf unserer Draisine mit VW-Kombiaufbau.

Damit Sie mit Ihrem Modell auch langfristig Freude haben, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise:
Das Modell ist ein elektrisch angetriebenes Modellbahnfahrzeug für den Gleichstrombetrieb. Es handelt es sich um ein hochwertiges, technisch anspruchvolles Produkt. Es ist nicht für robustes Spielen und schon gar nicht für Kinderhände bestimmt.

Das Modell muss in bestimmten Umfang gewartet werden.Nach einer Betriebszeit von jeweils ca. 3 Stunden müssen die Zahnräder des Getriebes und die Antriebsschnecke gefettet werden! Verwenden Sie dazu bitte spezielles Modellbahn-Fett! Öl ist nicht geeignet. Ggf. erkundigen Sie sich bitte im qualifizierten Fachhandel.

Streichen Sie nur wenig Fett (z.B. mit einem Kleinst-Schraubendreher) auf die von der Unterseite her sichtbaren Zahnräder. Das Fett verteilt sich über die Zahnräder auf die Antriebsschnecke.

Das Modell verfügt über eine Decoder-Schnittstelle. Ein geeigneter Decoder kann nachgerüstet werden. Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich beim Fachhandel. Es empfiehlt sich ein Decoder nach NEM 651 (N-Spur-Decoder).

Für den Einbau eines Decoders ist das Karosserie-Oberteil abzunehmen.
Das Kunststoff-Oberteil ist über 3 Zapfen mit dem Druckguss-Unterteil verbunden. Es gibt 2 Zapfen hinten,  an der rechten und linken Ecke, der dritte Zapfen befindet sich vorne in der Mitte.

Ziehen Sie das Oberteil vorsichtig nach oben ab, wenden Sie dabei aber bitte keine Gewalt oder Kraft an, weil ansonsten die Verbindungs-Zapfen abbrechen könnten.

Beachten Sie, dass das Oberteil nach mehrmaligem Abheben nur noch locker aufsitzt und das Modell nicht mehr nur am Oberteil angefasst werden kann. Das Unterteil kann abfallen!

Nun ist die Leiterplatte vom Motor zu lösen (mittig mit einer zentralen Kreuzschlitz-Schraube befestigt). Die Leiterplatte vorsichtig anheben und nach hinten ablegen, die folgenden Arbeiten sind an der Unterseite der Leiterplatte vorzunehmen.

Zum Einbau des Decoders müssen die Kontakte bzw. Leitungen des Decoders mit den Lötpunkten auf der Leiterplatte (PCB) durch Anlöten verbunden werden.

Zuvor aber müssen Sie die im werksseitigen Lieferzustand bestehenden Verbindungen zwischen den Lötpunkten 1 und 2, sowie 3 und 4 lösen (ablöten).

Danach verbinden Sie die Decoder-Ausgänge mit den 4 Lötpunkten. Dazu lesen Sie bitte zuvor die Anleitung des Decoders.

Üblicherweise (nicht zwangsläufig) ergeben sich bei NEM 651 Decodern (N-Spur) folgende Verbindungen:

Decoder Kontakt 1            mit PCB  1 (Motor positiv)

              Kontakt 2           mit         3 (Motor negativ)

              Kontakt 3           mit         2 (Gleis rechts)

              Kontakt 4           mit         4 (Gleis links)

Die Kontakte 5 und 6 bleiben ungenutzt, da das Modell nicht über Zusatzfunktionen wie Licht oder Sound verfügt.

Der Platz für den Decoder befindet sich vor dem Motor über der "Vordersitzbank". 

Achtung! Klein-Decoder werden meist ohne Isolierung geliefert (Wärmeproblem). Wegen der damit verbundenen Kurzschlussgefahr darf der Decoder nicht ohne ausreichende Isolierung gegenüber der "Vordersitzbank" (Metall) oder sonstigen stromführenden Teilen eingebaut werden!

Sollte die Fahrrichtung nach dem Einbau des Decoders nicht mehr "stimmen", tauschen Sie bitte die Lötpunkte 2 und 4, d.h. Kontakt 3 auf PCB 4 und Kontakt 4 auf PCB 2.

Der Motor muss nach Einbau des Decoders anschließend wieder horizontal liegen. Er darf nicht angehoben bzw. gekippt sein (ansonsten gibt es Belastungen auf die Zahnräder des Getriebes).

Sollten Sie sich bei der Durchführung der hier beschriebenen Arbeiten, die geübte Bastlerhände voraussetzen, nicht absolut sicher sein, beauftragen Sie damit bitte einen qualifizierten Fachhändler mit Werkstatt-Erfahrung.

Für eventuelle Gewährleistungsansprüche gilt die gesetzliche Regelung.

Wenden Sie sich bitte an den Verkäufer des Modells.

Bitte bewahren Sie den Original-Kaufbeleg (Kassenausdruck) als Grundlage für den Gewährleistungsanspruch auf. Auch die Original-Verpackung sollte sorgfältig aufbewahrt werden.

Herstellerhinweise zum Art. 63030:  Volkswagen-Draisine Klv 20

Stand November 2007 

Sehr geehrte Fachhändler, sehr geehrte Kunden, sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Schienen-Straßen-Bus NWF BS 300 ist die (VW-)Draisine nun das zweite Modellbahn-Produkt von BREKINA. Wiederum handelt es sich um ein Straßenfahrzeug auf Schienen.

Informationen zum Vorbild finden sich auf der Verpackung. Die Vorbilder wurden in den Epochen IIIa/b und IV (50er bis 70er Jahre) eingesetzt.

Das Modell ist ein elektrisch angetriebenes Modellbahnfahrzeug für den Gleichstrombetrieb. Es handelt es sich um ein hochwertiges, technisch anspruchvolles Produkt. Es ist nicht für robustes Spielen und schon gar nicht für Kinderhände bestimmt.

Um Fragen vorzubeugen:
Eine sachgerechter Betrieb im Wechselstrom-System ist aus physikalischen Gründen nicht möglich.

Das präzise Maßstabsmodell wurde komplett neu entwickelt; es greift nicht auf vorhandene Teile von bekannten Modellautos zurück. Die Karosserie ist zweiteilig ausgeführt: Das Oberteil ist aus Spritzguss, das Unterteil aus Druckguss - letzteres um ein möglichst hohes Gewicht und somit eine gute Adhäsionskraft zu erreichen. Auf Haftreifen wurde mit Blick auf sichere Stromaufnahme der beiden Achsen bewusst verzichtet. Die Steigfähigkeit ist daher auf 3 % beschränkt. Der kurze Radstand setzt natürlich polarisierte Weichen voraus, über die das Modell sicher und problemlos läuft.

Naturgemäß wird ein solch kleines, leichtes Modell auf nicht optimal verlegte Gleise empfindlicher reagieren als große Triebfahrzeuge. Schon deshalb sollte der Modellbahn-Käufer über hinlängliche Erfahrungen auf dem Gebiet des Anlagenbaus verfügen.

Das Modell muss in bestimmtem Umfang gewartet werden:
Nach einer Betriebszeit von jeweils ca. 8 Stunden müssen die Zahnräder des Getriebes und die Antriebsschnecke nachgefettet werden! Dazu sollte spezielles Modellbahn-Fett verwendet werden. Öl ist nicht geeignet. Streichen Sie nur wenig Fett (z.B. mit einem Kleinst-Schraubendreher) auf die von der Unterseite her sichtbaren Zahnräder. Das Fett verteilt sich über die Zahnräder auf die Antriebsschnecke. Für diese Wartungsarbeiten muss das Karosserie-Oberteil nicht demontiert werden.

Das Modell verfügt über eine Decoder-Schnittstelle nach NEM 652 (8-polig). Ein geeigneter Decoder kann nachgerüstet werden. Dazu verweisen wir den Endverbraucher ausdrücklich an den qualifizierten Fachhandel. Der Einbau ist nichts für ungeübte Bastlerhände!

Aufgrund der vom Vorbild her begrenzten Baugröße ist im Inneren des Modells nur sehr wenig Platz. Irgendein Normal-Decoder passt nicht hinein! Es kommen also nur kleinste Decoder-Bauformen in Frage. Kleine Decoder vertragen meist nur geringe Stromaufnahme. Hinweise dazu befinden sich in den Anleitungen der Decoder-Hersteller.

Für den Einbau eines Decoders ist das Karosserie-Oberteil abzunehmen.
Das Kunststoff-Oberteil ist über 3 Zapfen mit dem Druckguss-Unterteil verbunden. Es gibt jeweils einen Zapfen an den hinteren Ecken, der dritte befindet sich vorn in der Mitte.

Ziehen Sie das Oberteil vorsichtig nach oben ab - wenden Sie dabei aber bitte keine Gewalt oder Kraft an, weil ansonsten die Verbindungszapfen abbrechen könnten.

Beachten Sie, dass das Oberteil nach mehrmaligem Abheben nur noch locker aufsitzt und das Modell nicht mehr nur am Oberteil angefasst werden kann. Das Unterteil könnte abfallen!

Zum Einbau des Decoders muss dann die Leiterplatte (PCB) abgeschraubt werden (die mittig mit einer zentralen Kreuzschlitz-Schraube befestigt ist).

Der Platz für den Decoder befindet sich vor dem Motor über der Vordersitzbank. In der Regel ist nicht genügend Einbauraum für einen NEM 652 Decoder mit Sockel (abhängig vom Decodertyp). Es bietet sich daher die Verwendung eines Decoders nur mit Drahtanschlüssen an, die dann gemäß Betriebsanleitung eingelötet werden müssen.

Hinweise dazu entnehmen Sie bitte der Anleitung des Decoder-Herstellers.

Achtung: Klein-Decoder werden meist ohne Isolierung geliefert (Wärmeproblem).

Wegen Kurzschlussgefahr darf der Decoder aber nicht ohne ausreichende Isolierung eingebaut werden!  Beachten Sie bitte, die vordere Sitzbank ist aus Metall! Der Decoder muss also gegenüber der Sitzbank und eventuell verlöteten Drähten abgesichert sein.

Nach dem Einbau des Decoders muss der Motor wieder horizontal liegen. Er darf nicht angehoben bzw. gekippt sein (ansonsten gibt es Belastungen auf die Zahnräder des Getriebes).

Abschließend ein offenes Wort zu Reparaturen und Ersatzteilen:
BREKINA unterhält keinen werkseigenen Service. Selbstverständlich können wir alle Arbeiten von qualifizierten Werkstätten ausführen lassen. Der Auftraggeber sollte aber wissen, dass die damit verbundenen Kosten den Kaufpreis des Modells meist deutlich übersteigen.

Natürlich wissen wir, dass viele Endverbraucher die Kostenproblematik im Servicebereich nicht verstehen können oder wollen. Das Vorhalten und Beschaffen von Einzel- oder Ersatzteilen ist durchweg teurer als der Wert eines komplett neuen Modells - ein Umstand, den wir im alltäglichen Leben laufend erfahren und der auch für Modellbahn-Produkte gilt.

Unsere Modelle sind sehr knapp kalkuliert, was die Straffung von Betriebsabläufen voraussetzt. Es gibt also keine Ersatzteile für Umbauer oder Bastler.

Für eventuelle Gewährleistungsansprüche gilt die gesetzliche Regelung des Kaufrechts.